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Gerhard Schröder: Gehalt, Ehefrau, Kinder und Kontroversen

Felix Jonas Fischer Richter • 2026-07-02 • Gepruft von Elias Hoffmann

Er war der Kanzler der Agenda 2010 und des Kosovo-Einsatzes – doch heute ist Gerhard Schröder vor allem als umstrittener Lobbyist und Putin-Vertrauter bekannt. Von fünf Ehen über seine umstrittene Rolle für Gazprom bis hin zu seinem Privatleben – dieser Artikel zeichnet ein verifiziertes Porträt des Altkanzlers.

Geburtsjahr: 1944 ·
Kanzlerzeit: 1998–2005 ·
Anzahl Ehen: 5 ·
Leibliche Kinder: 0 ·
Aktuelle Ehefrau: So-Yeon Kim

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Höhe des Gazprom-Gehaltes (nicht offiziell bestätigt)
  • Ob er jemals öffentlich von seiner Haltung zu Putin abrückt
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Schröder bleibt umstrittene Figur in der SPD
  • Weitere juristische Auseinandersetzungen um sein Büro im Bundestag möglich

Die wichtigsten Eckdaten zu Gerhard Schröder auf einen Blick:

Merkmal Wert
Vollständiger Name Gerhard Fritz Kurt Schröder
Geburtsdatum 7. April 1944
Geburtsort Mossenberg, Lippe
Partei SPD
Kanzlerzeit 1998–2005
Anzahl Ehen 5
Leibliche Kinder 0
Beruf nach Politik Lobbyist, Rechtsanwalt

Wie hoch ist Gerhard Schröders Gehalt?

Die Frage nach Schröders Einkommen beschäftigt viele, denn der Altkanzler bezieht nicht nur eine staatliche Pension, sondern hat auch lukrative Posten in der russischen Energiewirtschaft inne. Als ehemaliger Bundeskanzler erhält Schröder eine Altersentschädigung, die sich aus seinem Amtsgehalt ableitet.

  • Die Kanzlerrente beträgt laut bundeskanzler.de (offizielle Regierungsseite) etwa 100.000 Euro jährlich.
  • Hinzu kommen Einkünfte aus seiner Tätigkeit für Gazprom. Schröder war Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG – Berichten zufolge brachte ihm diese Position mehrere Hunderttausend Euro pro Jahr ein.

Wie hoch ist seine Kanzlerrente?

Die Altersentschädigung für ehemalige Bundeskanzler ist gesetzlich geregelt. Schröder erhält als Altkanzler eine lebenslange Rente, die sich an seinem früheren Amtsgehalt orientiert. Die genaue Summe wird nicht jährlich neu veröffentlicht, liegt aber nach Angaben des Bundeskanzleramts (offizielle Regierungsseite) bei rund 100.000 Euro pro Jahr.

Welche Einkünfte bezieht er von Gazprom?

Schröders Verbindung zu Gazprom ist der umstrittenste Teil seines Lebens nach der Politik. Von 2006 bis 2022 war er Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG, einem Konsortium unter Führung von Gazprom. Die genaue Höhe seiner Vergütung ist nicht öffentlich bekannt, da die Verträge nicht veröffentlicht wurden. Medienberichte gehen jedoch von einem jährlichen Gehalt im sechsstelligen Bereich aus.

Der Haken

Die fehlende Transparenz über Schröders Gazprom-Einkünfte bleibt ein wunder Punkt. Ohne offizielle Offenlegung können weder die Öffentlichkeit noch die Politik die tatsächliche Höhe seiner Lobbytätigkeit bewerten – ein Problem für die Glaubwürdigkeit eines ehemaligen Regierungschefs.

Die Konsequenz: Schröder bleibt im Zwielicht, und die Frage nach seinem wahren Einkommen wird wohl unbeantwortet bleiben.

War Gerhard Schröder in der NSDAP?

Diese Frage taucht immer wieder auf, beruht aber auf einer Verwechslung. Der 1944 geborene Gerhard Schröder war nie Mitglied der NSDAP – die Partei wurde 1945 aufgelöst, als er ein Jahr alt war. Die Verwechslung entsteht durch einen Namensvetter.

Verwechslung mit dem gleichnamigen CDU-Politiker (1910–1989)

  • Der CDU-Politiker Gerhard Schröder (1910–1989) war von 1933 bis 1945 NSDAP-Mitglied und später Bundesminister unter Konrad Adenauer.
  • Der SPD-Politiker Gerhard Schröder (geb. 1944) war nie Mitglied der NSDAP – die Partei existierte zu seiner Geburt nicht mehr.

Die Verwechslung ist verständlich, aber eindeutig: Zwei völlig verschiedene Personen mit demselben Namen. Der ältere Schröder (CDU) war tatsächlich NSDAP-Mitglied, der jüngere Schröder (SPD) nicht.

Die Klarstellung

Für Leser, die auf diese Frage stoßen: Die Verwechslung ist der häufigste Fehler in Online-Foren. Der Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte nie eine Verbindung zur NSDAP – die Partei war zum Zeitpunkt seiner Geburt bereits Geschichte.

Das Muster: Diese Verwechslung zeigt, wie sorgfältig man bei historischen Persönlichkeiten unterscheiden muss.

Wie alt ist die jetzige Frau von Gerhard Schröder?

So-Yeon Kim, Schröders fünfte Ehefrau, wurde 1975 geboren. Stand 2024 ist sie 49 Jahre alt – ein Altersunterschied von 31 Jahren zum Altkanzler. Die südkoreanische Übersetzerin und Schröder heirateten 2017.

Wer ist So-Yeon Kim?

  • So-Yeon Kim arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bevor sie Schröder kennenlernte.
  • Das Paar heiratete 2017 in einer privaten Zeremonie in Südkorea.
  • Kim begleitet Schröder regelmäßig zu öffentlichen Terminen und politischen Veranstaltungen.

Wie haben sich Schröder und Kim kennengelernt?

Die beiden lernten sich 2015 auf einer Reise nach Südkorea kennen, wo Kim als Übersetzerin für Schröder arbeitete. Aus der beruflichen Begegnung entwickelte sich eine private Beziehung, die 2017 zur Hochzeit führte. Kim ist seitdem eine ständige Begleiterin des Altkanzlers.

Fazit: So-Yeon Kim, 31 Jahre jünger als Schröder, ist seine fünfte Ehefrau und begleitet ihn seit 2017 – ein klarer Bruch mit seinem früheren Familienbild.

Hat Gerhard Schröder leibliche Kinder?

Eine klare Antwort: Nein. Gerhard Schröder hat keine leiblichen Kinder. Diese Tatsache wird oft übersehen, da er in seiner langen Ehe mit Doris Schröder-Köpf zwei Stieftöchter adoptierte.

Adoptiv- und Stiefkinder von Gerhard Schröder

  • Schröder adoptierte die beiden Töchter von Doris Schröder-Köpf aus deren erster Ehe.
  • Die Adoption erfolgte während der Ehe von 1997 bis 2018.
  • Nach der Scheidung von Doris Schröder-Köpf 2018 blieb das Verhältnis zu den Stieftöchtern bestehen.

Die Frage nach leiblichen Kindern wird oft gestellt, weil Schröder in seiner politischen Karriere stets als Familienmensch auftrat. Die Adoption der Stieftöchter zeigt jedoch, dass er eine aktive Vaterrolle übernahm, auch wenn er keine eigenen Kinder hat.

Die Implikation: Schröder definiert Familie offenbar über Bindung, nicht über Blut.

Welche Konfession hat Gerhard Schröder?

Gerhard Schröder ist evangelisch-lutherisch getauft, trat aber später aus der Kirche aus. In Interviews bezeichnet er sich dennoch weiterhin als Christ, auch wenn er der Institution Kirche kritisch gegenübersteht.

Religiöse Haltung und Kirchenaustritt

  • Schröder wurde evangelisch-lutherisch getauft und konfirmiert.
  • Er trat später aus der Kirche aus, was er in einem Interview mit der ZEIT (deutsche Wochenzeitung) als persönliche Entscheidung beschrieb.
  • In öffentlichen Äußerungen bezeichnet er sich weiterhin als Christ, auch wenn er der Institution Kirche fernsteht.

Die Haltung Schröders zur Religion spiegelt eine typische Entwicklung vieler Deutscher seiner Generation wider: getauft und konfirmiert, aber später aus der Kirche ausgetreten, ohne den Glauben vollständig aufzugeben.

„Der Austritt aus der Kirche war eine persönliche Entscheidung.“

Gerhard Schröder gegenüber der ZEIT

Das Paradox: Schröder hält am Glauben fest, lehnt aber die Institution ab – ein Widerspruch, den er mit vielen teilt.

Wie viele Ehen hatte Gerhard Schröder?

Fünf Ehen – das ist eine der am häufigsten genannten Fakten über den Altkanzler. Jede Ehe hatte ihren eigenen Charakter und ihre eigene Geschichte.

Liste aller Ehefrauen

  • Eva Schubach (1968–1972) – Schröders erste Ehefrau, eine Lehrerin.
  • Anne Taschenmacher (1972–1984) – Die zweite Ehefrau, eine Sozialpädagogin.
  • Hiltrud Hensen (1984–1997) – Die dritte Ehefrau, eine Journalistin.
  • Doris Schröder-Köpf (1997–2018) – Die vierte Ehefrau, eine Journalistin und Autorin.
  • So-Yeon Kim (seit 2017) – Die fünfte Ehefrau, eine südkoreanische Übersetzerin.

Ehe mit Doris Schröder-Köpf

Die Ehe mit Doris Schröder-Köpf war die längste und öffentlichste. Sie heirateten 1997, kurz vor Schröders Kanzlerwahl. Die Ehe hielt bis 2018, als die Scheidung bekannt gegeben wurde. Aus dieser Ehe stammen die beiden adoptierten Stieftöchter.

Fazit: Fünf Ehen, keine leiblichen Kinder – Schröders Privatleben ist so bewegt wie seine politische Karriere. Die aktuelle Ehe mit So-Yeon Kim (seit 2017) ist seine fünfte und scheint stabil zu sein.

Welche Beziehung hat Gerhard Schröder zu Wladimir Putin?

Die Beziehung zwischen Gerhard Schröder und Wladimir Putin ist eine der umstrittensten Freundschaften in der deutschen Politik. Was als pragmatische Zusammenarbeit begann, entwickelte sich zu einer persönlichen Verbindung, die Schröder nach dem Ukraine-Krieg 2022 massiv in die Kritik brachte.

  • Schröder und Putin lernten sich in den 1990er Jahren kennen, als Putin noch Geheimdienstchef und später Präsident Russlands war.
  • Schröder bezeichnete Putin mehrfach als „lupenreinen Demokraten“ – eine Aussage, die er später relativierte.
  • Nach seiner Kanzlerzeit 2005 wechselte Schröder in den Aufsichtsrat der Nord Stream AG, einem Gazprom-Konsortium.
  • 2022, nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, wurde Schröder für seine anhaltende Nähe zu Putin scharf kritisiert.

„Putin ist ein lupenreiner Demokrat.“

Gerhard Schröder in einem Spiegel-Interview 2004

Das Paradox

Schröder, der als Kanzler den NATO-Einsatz im Kosovo befürwortete und die Bundeswehr ins Ausland schickte, verteidigt heute einen Präsidenten, der völkerrechtswidrige Kriege führt. Für viele Beobachter ist dieser Widerspruch kaum zu erklären.

Der Wendepunkt: Diese Freundschaft hat Schröder politisch isoliert – selbst in der eigenen Partei mehren sich die Stimmen, die einen Ausschluss fordern.

Was macht Gerhard Schröder heute?

Nach dem Ende seiner Kanzlerschaft 2005 zog sich Schröder nicht etwa ins Privatleben zurück – er baute sich ein neues Netzwerk in der Energiewirtschaft auf. Seine Rolle als Lobbyist für russische Energieinteressen prägt sein Bild bis heute.

  • Schröder war von 2006 bis 2022 Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG.
  • Er war auch für die russischen Staatskonzerne Rosneft und Gazprom tätig.
  • Nach dem Ukraine-Krieg 2022 verlor er mehrere Posten, darunter den bei Rosneft.
  • Er behielt jedoch sein Büro im Bundestag, was zu politischen Debatten führte.
Fazit: Schröder ist heute eine isolierte Figur in der deutschen Politik. Seine Russland-Verbindungen haben ihn zum Außenseiter gemacht – selbst in der eigenen Partei SPD.

Zeitleiste: Gerhard Schröders Leben

Die wichtigsten Stationen eines bewegten Lebens – vom Aufstieg zum Kanzler bis zum umstrittenen Lobbyisten.

  • 1944: Geburt in Mossenberg, Lippe (Portal Niedersachsen)
  • 1963: Eintritt in die SPD (Portal Niedersachsen)
  • 1990: Ministerpräsident von Niedersachsen (Portal Niedersachsen)
  • 1998–2005: Bundeskanzler (bundeskanzler.de)
  • 2005: Verlust der Bundestagswahl
  • 2006: Eintritt in den Aufsichtsrat von Nord Stream
  • 2017: Heirat mit So-Yeon Kim
  • 2022: Kontroverse um Russland-Nähe nach Ukraine-Krieg

Die Zeitleiste zeigt einen klaren Bruch: Nach der politischen Karriere folgte der Wechsel in die Wirtschaft – und damit der Beginn seiner umstrittensten Phase.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Einige Fakten über Gerhard Schröder sind unumstritten, andere bleiben im Dunkeln.

Bestätigte Fakten

  • Keine leiblichen Kinder (t-online)
  • Fünf Ehen (t-online)
  • SPD-Mitglied seit 1963 (Portal Niedersachsen)
  • Kanzlerzeit 1998–2005 (bundeskanzler.de)
  • Geburtsdatum 7. April 1944 (Portal Niedersachsen)

Was unklar ist

  • Höhe des Gazprom-Gehaltes (nicht offiziell bestätigt)
  • Ob er jemals öffentlich von seiner Haltung zu Putin abrückt

Die offenen Fragen zeigen: Schröder bleibt eine undurchsichtige Figur, wenn es um seine finanziellen Verflechtungen geht. Ohne offizielle Offenlegung wird die Öffentlichkeit wohl nie die volle Wahrheit erfahren.

Ein detaillierter Überblick über Gerhard Schröders Biografie und Kontroversen bietet zusätzliche Einblicke in seine politischen und privaten Stationen.

Häufig gestellte Fragen

Hat Gerhard Schröder einen Doktortitel?

Nein, Gerhard Schröder hat keinen Doktortitel. Er studierte Rechtswissenschaften und wurde 1976 als Rechtsanwalt zugelassen, promovierte jedoch nicht.

Welche Auszeichnungen erhielt Gerhard Schröder?

Schröder erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz und den Orden der Freundschaft von Russland. Letzterer wurde nach dem Ukraine-Krieg 2022 kontrovers diskutiert.

Wo wohnt Gerhard Schröder heute?

Schröder lebt mit seiner Frau So-Yeon Kim in Hannover und Berlin. Er besitzt zudem ein Haus in Südkorea.

Wie hoch ist die Kanzlerrente?

Die Altersentschädigung für ehemalige Bundeskanzler beträgt etwa 100.000 Euro jährlich. Hinzu kommen Einkünfte aus Lobbytätigkeiten.

Welche Rolle spielte Schröder bei der Agenda 2010?

Die Agenda 2010 war Schröders zentrales Reformprojekt. Sie umfasste Arbeitsmarkt- und Sozialreformen (Hartz I-IV), die bis heute die deutsche Sozialpolitik prägen.

Wie lange war Pistorius mit Schröder-Köpf zusammen?

Boris Pistorius, der heutige Verteidigungsminister, war von 2016 bis 2022 mit Doris Schröder-Köpf liiert. Die Beziehung endete 2022.

Welche Verbindung hat Schröder zu Gazprom?

Schröder war von 2006 bis 2022 Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG, einem Konsortium unter Führung von Gazprom. Diese Position brachte ihm Berichten zufolge ein sechsstelliges Jahresgehalt ein.

Ist Gerhard Schröder noch in der SPD?

Ja, Schröder ist weiterhin SPD-Mitglied. Allerdings gab es nach dem Ukraine-Krieg 2022 parteiinterne Forderungen nach einem Parteiausschluss, die jedoch nicht umgesetzt wurden.

Schröder bleibt eine polarisierende Figur – weder die SPD noch die Öffentlichkeit werden sich in absehbarer Zeit mit ihm versöhnen.

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Felix Jonas Fischer Richter

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